19.09.2019

EAK: Klimawandel hat Folgen für den Frieden auf der Welt

Dieter Junker
EAK

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) begrüßt die Unterstützung vieler Landeskirchen und kirchlicher Einrichtungen bei den bundesweiten Klima-Streikaktionen von „Fridays for Future“ an diesem Freitag. Die „Fridays for Future“-Bewegung will damit Druck auf die Bundesregierung ausüben, damit rasche und wirksame Maßnahmen zum Schutz des Klimas ergriffen werden. 

„Wir hoffen, dass sich an diesem Freitag viele Menschen an den Aktionen in ganz Deutschland beteiligen. Der Klimawandel hat Folgen für den Frieden auf der ganzen Welt. Dürren, Hungersnöte, Überschwemmungen sorgen für Not in der Welt, tragen zu Migrationsbewegungen und Kriegen oder Konflikten bei. Schon heute sind die Lebensgrundlagen vieler Menschen bedroht, nicht zuletzt durch Kämpfe um Wasser und Nahrung. Darum muss hier gehandelt werden“, sagt Wolfgang M. Burggraf, EAK-Geschäftsführer. „Ohne Klimagerechtigkeit kann kein Friede geschaffen werden.“

Die jungen Aktivisten würden deutlich machen, dass die ganze ökonomische und gesellschaftliche Ordnung in Frage steht. „Es geht nicht nur darum, die Lebensgrundlagen von Eisbären zu retten oder um das Einsammeln von Fallobst, sondern viel umfassender um das Entwerfen eines weltweiten, gesamtgesellschaftlichen Systems, dass Menschen in ihrer Heimat leben können. Auch die Frage der Generationengerechtigkeit muss in einer Welt, in der die meisten Entscheidungen von Menschen jenseits der 40 getroffen werden, mitgedacht werden“, so der EAK-Geschäftsführer.

„Es ist gut, dass viele Menschen an diesem Tag auf die Straßen gehen und deutliche Zeichen in Richtung der politisch Verantwortlichen setzen. Und es ist gut, dass Kirchen und kirchliche Einrichtungen dies unterstützen. Die Bewahrung der Schöpfung gehört zum Kern der christlichen Botschaft“, so Wolfgang M. Burggraf. 

So haben mehrere evangelische Landeskirchen, beispielsweise in Württemberg, im Rheinland und in Westfalen, eigene Aktionen an diesem Freitag angekündigt, die Bischöfe der Landeskirchen in Sachsen-Anhalt, in Thüringen, in Brandenburg, in Bremen und Niedersachsen und in Sachsen haben die Gemeinden aufgefordert, mit Glockengeläut zu Andachten und Schöpfungsgottesdiensten einzuladen und die Klimaaktionen zu unterstützen. Die hannoversche Landeskirche hat sogar Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und weiterer Einrichtungen von der Arbeit freigestellt.