05.06.2019

EAK hofft auf große Beteiligung an Dortmunder Menschenkette

Dieter Junker
EAK

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hofft auf eine große Beteiligung an der während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund geplanten Menschenkette „Vertraue dem Frieden und lebe ihn“ und ruft daher nicht nur die Besucherinnen und Besucher des Kirchentags, sondern alle Menschen im Land zur Teilnahme auf.

„Das Thema Frieden spielt in diesem Jahr beim Dortmunder Kirchentag eine große und wichtige Rolle“, betonen die beiden EAK-Sprecher, Wolfgang Buff, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Lutz Krügener, der Friedensbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Sie verweisen dabei auf das Friedensdorf beim Markt der Möglichkeiten, die zahlreichen Friedensgottesdienste und politischen Nachtgebete während des Kirchentags sowie das International Peace Center in Dortmund. 

Doch daneben sei es wichtig, dass vom Dortmunder Kirchentag auch in die Gesellschaft hinein ein deutliches Friedenszeichen ausgehe angesichts von Aufrüstung, einer zunehmenden Militarisierung der europäischen Politik, der ansteigenden Rüstungsexporte und einer drohenden nuklearen Rüstungsspirale „Die Menschenkette könnte mit vielen Menschen hier ein entsprechendes deutliches Signal aus Dortmund geben, dass dann auch von Politik und Gesellschaft wahrgenommen werden muss“, hofft Wolfgang Buff.

Die EAK, in der sich die landes- und freikirchlichen Beauftragten für Friedensarbeit, Friedensdienste und Kriegsdienstverweigerung zusammengeschlossen haben, würde es daher auch begrüßen, wenn möglichst viele evangelische Landeskirchen sich auch dem Aufruf zu dieser Menschenkette anschließen würden. „Auch dies wäre ein klares und wichtiges Zeichen für eine dringend nötige Friedenspolitik“, macht Lutz Krügener deutlich. 

Aufgerufen zu dieser Menschenkette am 22. Juni in Dortmund hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Sie will damit ein Zeichnen des Friedens setzen angesichts einer zunehmenden Aufrüstung, eines wachsenden, gefährlichen Nationalismus und der Missachtung von Rüstungskontrollen. Unterstützt wird dieser Aufruf mittlerweile von mehr als 30 Organisationen und vielen Einzelpersonen. 

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