18.03.2019

Aufruf zur Menschenkette: Vertraue dem Frieden und lebe ihn!

Dieter junker
AGDF

Unter dem Motto „Vertraue dem Frieden und lebe ihn!“ ruft die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) zu einer „Menschenkette für den Frieden“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund auf. Mit dieser Friedensaktion greift die AGDF damit das Leitwort des diesjährigen Kirchentages „Was für ein Vertrauen“ auf. 

„Wir wollen zeigen, worauf wir unser Vertrauen setzen. Nämlich in die Kraft der Gewaltfreiheit, in einen solidarischen und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen, in Völkerverständigung und Multilateralismus, in eine offene und vielfältige Gesellschaft, in ein gemeinsames und weltoffenes Haus Europa und in den Gott der Gerechtigkeit und des Friedens“, so Christine Busch, die AGDF-Vorsitzende.

Die AGDF ruft andere Friedensorganisationen und -verbände dazu auf, den Aufruf zur Menschenkette beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund ebenfalls zu unterzeichnen und mitzumachen. „Damit die Menschenkette in Dortmund zu einer großen und ermutigenden Friedensaktion wird, die von Politik, Gesellschaft und Kirche beachtet werden muss“, hofft Christine Busch. Bereits eingebunden in die Vorbereitungen sind das Dortmunder Friedensforum, der Internationale Versöhnungsbund, ICJA Freiwilligenaustausch weltweit und das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk.

Mit der Menschenkette will die AGDF in Dortmund beim Kirchentag gemeinsam mit vielen anderen Gruppen und Organisationen ein Zeichen des Friedens setzen angesichts einer zunehmenden Aufrüstung, eines wachsenden, gefährlichen Nationalismus und der Missachtung von Rüstungskontrolle. „Damit wollen wir uns einsetzen für eine Kultur der Gewaltfreiheit“, so AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister. 

Mit dieser Friedensaktion, die am Samstag, 22. Juni, in der Dortmunder Innenstadt stattfinden soll, will die AGDF aber auch mehrere Appelle an die Politik verbinden. So fordert der Friedensverband von den politisch Verantwortlichen, die Rüstungsausgaben zu senken und stattdessen die Mittel für zivile Krisenprävention und gewaltfreie Konfliktbearbeitung auszubauen. Außerdem soll sich Deutschland wie auch andere europäische Staaten dem UN-Atomwaffen-Verbotsvertrag anschließen. Weitere Forderungen sind ein sofortiger Stopp von Waffenexporten in Krisen- und Kriegsgebiete, die Konversion der Rüstungsindustrie zu ziviler Produktion, sowie schnelle und effektive Maßnahmen, um den Klimawandel zu stoppen.

Doch auch die Kirchen sollen mit dieser Aktion beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in den Blick genommen werden. „Als Christinnen und Christen richten wir ebenfalls Erwartungen an unsere Kirchen“, unterstreicht Jan Gildemeister. So erwartet die AGDF von den Kirchen ein eindeutiges Bekenntnis zu einem Frieden, der in der Liebe und Gewaltlosigkeit Jesu gründet, ebenso eine deutliche Stimme und ein hohes Engagement der Kirchen, die ermutigen, im Vertrauen auf Gott Ausgrenzung und Feindschaft zu überwinden. „Und mit Blick auf die kommende EKD-Synode in Dresden wünschen wir uns klare Entscheidungen und Impulse auf dem Weg zu einer Kirche des Friedens, der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung. Hier wollen wir in Dortmund ein Zeichen setzen“, so der AGDF-Geschäftsführer.