28.09.2019

AGDF zieht eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres

Dieter Junker
AGDF

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Lehrte-Sievershausen eine positive Bilanz ihres Jubiläumsjahres gezogen. Der Friedensverband war 1968, also vor 50 Jahren, gegründet worden. Seit September vergangenen Jahres hatte es aus diesem Anlass über das Jahr verteilt zahlreiche Veranstaltungen gegeben.

„Ein solches Jubiläumsjahr bedeutete für unseren Verband eine große Anstrengung, aber es hat sich gelohnt“, betonte die AGDF-Vorsitzende Christine Busch auf der Mitgliederversammlung. So sei es gelungen, die öffentliche Wahrnehmung der AGDF und ihrer Themen wie Friedensdienst und Gewaltfreiheit zu fördern, aber auch die Zusammenarbeit und die Identifikation der Mitgliedsverbände innerhalb der AGDF zu verstärken, ist Christine Busch überzeugt.

Mit der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr in Bonn hatte das Jubiläumsjahr begonnen. Dazu gab es einen Gottesdienst mit der früheren Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter und einen Empfang, an dem die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwätzer, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Stefan Zierke, teilnahmen. Es war der Auftakt zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen, so der zeitgeschichtlichen Tagung „Christliche Friedensarbeit hat Geschichte“ im März 2019 in Bonn oder der Akademie-Tagung „Miteinander aktiv! – Friedensdienste in Zeiten von Populismus und Fremdenfeindlichkeit“ im Mai 2019 in Berlin.

50 Veranstaltungen für 50 Jahre Aktiv für den Frieden, so lautete das Motto einer Reihe, in der die Mitgliedsorganisationen über ein Jahr hinweg zu Veranstaltungen einluden, um so die Vielfalt der Themen zu verdeutlichen, mit denen sich die AGDF-Mitglieder beschäftigen. „Ich denke, durch ein solches Format konnte deutlich gemacht werden, was alles innerhalb der AGDF gemacht wird“, betont AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister.

Beim Dortmunder Kirchentag im Juni 2019 spielte das AGDF-Jubiläum eine besondere Rolle. Erstmals präsentierten sich aus diesem Anlass zahlreiche Friedensgruppen und -verbände in einem großen Friedensdorf auf dem Markt der Möglichkeiten des Kirchentages. „Auch hier wurde die Themenbreite und Themenvielfalt der Friedensarbeit für die Kirchentagsbesucherinnen und -besucher deutlich“, unterstreicht Jan Stehn, der für die AGDF die Arbeit in dem Jubiläumsjahr koordinierte. 

Für eine größere öffentliche Aufmerksamkeit sorgte in Dortmund die Menschenkette „Vertraue dem Frieden und lebe ihn!“ mit rund 2000 Teilnehmern, zu der die AGDF aufgerufen und die von mehr als 50 Organisationen und vielen Einzelpersönlichkeiten unterstützt wurde, darunter auch dem EKD-Ratsvorsitzenden Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und dem EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms. „Wir konnten mit dieser Menschenkette auf das Friedensthema aufmerksam machen und einen wichtigen Impuls setzen“, ist AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister überzeugt. 

„Veranstaltungen, Tagungen, der Kirchentag, Gottesdienste und vor allem auch viele Kontakte und Gespräche, das hat dieses Jubiläumsjahr geprägt. Die AGDF wurde so auch in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen mit ihren Anliegen, ihrer Arbeit und ihren Zielen. Darum war dieses Jubiläumsjahr wichtig“, so die AGDF-Vorsitzende Christine Busch.