18.04.2018

Kirchlicher Friedensbeauftragter Brahms predigt gegen Atomwaffen

epd

Bremen/Büchel (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, will vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel gegen Atomwaffen predigen. Der leitende Bremer Theologe engagiert sich am 7. Juli im Rahmen eines Aktionstages, an dem sich den Veranstaltern zufolge Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen und die katholische Friedensorganisation Pax Christi beteiligen. In Büchel sind vermutlich die letzten US-Atomwaffen auf deutschem Boden stationiert.

"Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen abzulehnen", heißt es in einem Aufruf zu dem Aktionstag, der vom Verein für Friedensarbeit im Raum der EKD kommt. Ein Umstieg auf eine friedliche Außen- und Sicherheitspolitik sei nötig. Die Bundesregierung solle den Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls unterzeichnen. Sie solle die nukleare Teilhabe innerhalb der Nato beenden und für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Europa eintreten.

Brahms setzt sich für ein völkerrechtliches Verbot der Atomwaffen ein. Sie seien die einzigen Massenvernichtungswaffen, die noch nicht weltweit geächtet seien, sagte er im Januar bei einem Senatsempfang im Bremer Rathaus. "Aus Sicht evangelischer Friedensethik kann die Drohung mit Nuklearwaffen heute nicht mehr als Mittel legitimer Selbstverteidigung betrachtet werden."

Vor dem Haupttor des Fliegerhorstes in der Eifel ist am 7. Juli um 12 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Brahms geplant. Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen. Der Aktionstag sei Teil des vom Ökumenischen Rat der Kirchen 2013 ausgerufenen Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens, teilten die Organisatoren mit.