29.11.2018

Hannoversche Landeskirche will weitere Friedensorte fördern

epd

Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche will weitere "Friedensorte" fördern. Für 2019 und 2020 seien dafür je 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Mission und Ökumene, Ottomar Fricke, am Donnerstag vor der Landessynode in Hannover. Anlässe wie Gedenktage und besondere Orte seien wichtig, um vor allem junge Menschen zu erreichen. "Es ist gut, dabei neue Wege zu beschreiten."

In der evangelischen Landeskirche gibt es bereits sechs Friedensorte, für die auf Beschluss der Landessynode schon 2017 rund 600.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden. Dazu gehört die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld in Norden, die sich mit der Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in Niedersachsen und Nordwestdeutschland auseinandersetzt. Ebenfalls unterstützt wird der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven, der die kirchliche Friedens- und Gedenkstättenarbeit ausgehend von der Gedenkstätte Lager Sandbostel stärken will.

In der Woltersburger Mühle in Uelzen bietet ein "Weg des Friedens" friedenstheologische und friedenspädagogische Angebote. Der CVJM Hannover wird unterstützt für sein Vorhaben, die Freizeit- und Jugendbildungsstätte "Anne-Frank-Haus" in Oldau bei Celle zu einem Friedensort auszubauen. Des Weiteren zählen das Antikriegshaus in Sievershausen und ein Projekt des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt zu den Friedensorten.