26.05.2018

Christinnen und Christen rufen zu kirchlichem Aktionstag in Büchel auf

Evangelische Friedensarbeit
Protest gegen Atomwaffen in Büchel

Dieter Junker

Protest gegen Atomwaffen in Büchel.

Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen auf zu einem Aktionstag am 7. Juli am deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel, um gegen die dort gelagerten US-amerikanischen Atombomben zu protestieren.

„Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen abzulehnen. Wir laden alle Menschen ein, die für den Abzug und das Verbot der Atomwaffen sind, vor dem Fliegerhorst öffentlich und gewaltfrei dafür einzutreten und den Umstieg auf eine friedenslogische Außen- und Sicherheitspolitik zu fordern“, heißt es in dem Aufruf zum Aktionstag.

Die Aktionsgruppe, zu der Christinnen und Christen aus den Evangelischen Kirchen in Baden, Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, der Pfalz, dem Rheinland und Württemberg gehören, verweist in ihrem Aufruf auf die jahrelangen Bemühungen der Internationalen Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen (ICAN), die dazu geführt hätten, dass am 7. Juli 2017 insgesamt 122 Staaten für den Verbotsvertrag aller Atomwaffen gestimmt hätten und ICAN dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

In ihrem Aufruf fordern die Mitglieder der Aktionsgruppe die Bundesregierung auf, den Atomwaffenverbotsvertrag ebenfalls zu unterzeichnen, die nukleare Teilhabe innerhalb der NATO zu beenden, für den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Europa einzutreten und die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik künftig zivil zu orientieren.

Beim Aktionstag am 7. Juli soll um 11.58 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden, in dem unter anderem der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), die Predigt halten wird. Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen.

Die Veranstalter sehen diesen Aktionstag als einen Teil des vom Ökumenischen Rat der Kirchen 2013 ausgerufenen Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens.