06.07.2018

„Christen werden sich keinesfalls an atomare Abschreckung gewöhnen“

Jens-Peter Iven
Evangelische Kirche im Rheinland

„Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden …“ Mit Sätzen des Theologen Dietrich Bonhoeffer stellt sich Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, an die Seite derjenigen, die den kirchlichen Aktionstag gegen Atomwaffen am 7. Juli 2018 am Fliegerhorst Büchel in der Eifel unterstützen.

„Mit dem Aktionstag in Büchel, an einem Ort, an dem amerikanische Atombomben lagern, wird deutlich, dass Christinnen und Christen sich keinesfalls an atomare Abschreckung gewöhnen werden. Es reicht aber nicht, Krieg zu verurteilen und Waffen zum Schweigen zu bringen. In der ökumenischen Bewegung lernen wir, den Weg zum gerechten Frieden unter unsere Füße zu nehmen und alles uns Mögliche zu tun, um Gerechtigkeit zu fördern und das friedliche Zusammenleben zwischen Völkern und Nationen zu erreichen“, schreibt der Präses in einem Brief, in dem er den Protestierenden die Grüße der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland übermittelt. 

Teilnehmende aus der rheinischen Kirche verstehen den Aktionstag auch als Konkretion des Friedenswortes „Auf dem Weg zum gerechten Frieden“, das die Landessynode im Januar dieses Jahres verabschiedet hat. „Wir billigen gewaltfreie Aktionen des Protestes gegen Atomwaffen in Büchel“, heißt es in dieser Erklärung. Die dort lagernden Atomwaffen sollen modernisiert werden, gefordert wird im Friedenswort stattdessen deren längst überfälliger Abzug.

Beim Aktionstag wird am Samstag ab 11.58 Uhr am Fliegerhorst Büchel/Eifel ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, in dem der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), predigt.