20.10.2017

Theologin fordert Gewaltlosigkeit in allen Lebensbereichen

epd

Bonn (epd). Die Theologin Antje Heider-Rottwilm fordert von den Kirchen im Jahr des 500. Reformationsjubiläums einen Glaubensschritt zur Gewaltlosigkeit. Das bedeute, falschen Mächten, Gewalten und Sicherheiten sowie Gewalt als Mittel zu Schutz und Sicherheit abzusagen, sagte die Vorsitzende des europäischen ökumenischen Netzwerkes "Church and Peace" in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Impuls der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Wichtig sei auch der politische Einsatz für Gewaltfreiheit und diese individuell, gesellschaftlich und global zu leben.

"Wenn Reformation die Erkenntnis bedeutete, dass Gott Gnade, Liebe, Barmherzigkeit ist und uns in die Freiheit ruft, dann gilt es, das durchzubuchstabieren und durchzuhalten bis in alle Bereiche menschlichen und gesellschaftlichen Lebens", betonte Heider-Rottwilm.  Sie verwies auf den verstorbenen US-amerikanischen Friedensstifter, Schriftsteller und Polizei-Seelsorger Johann Christoph Arnold aus New York, der betont habe, dass die beste und einzige Weise, die Angst vor dem Tod zu überwinden, die sei, das Leben so zu leben, dass seine Bedeutung nicht durch den Tod zerstört werden könne.