25.01.2017

Renke Brahms: Friede muss theologisches Grundprinzip sein

epd

Wittenberg (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat am Mittwoch erneut die Bedeutung von Friedensarbeit für die Kirche unterstrichen. Das 500. Reformationsjubiläum sei ein guter Anlass, diese Verantwortung für den Frieden als ein theologisches Grundprinzip anzuerkennen, sagte er bei einer Studientagung in der Evangelischen Akademie in Wittenberg. Brahms sieht die evangelische Kirche in der Pflicht, für Gewaltfreiheit einzustehen und alle Mittel anzuwenden, um Krieg zu vermeiden. 

Bereits am Montag hatte sich der EKD-Friedensbeauftragte bei einer Konferenz in Wittenberg über den gegenwärtigen Zustand der Welt besorgt gezeigt. Militärische Konflikte würden Unsummen verschlingen, der neue US-Präsident sorge für neue Unabwägbarkeiten, in Ost-Europa sei eine wachsende Militarisierung zu spüren und die Zahl der Terroranschläge würde steigen, sagte der Bremer Theologe. In dieser "aus den Fugen geratenen Welt bedarf es eigentlich des Innehaltens. Und doch muss sich die evangelische Friedensarbeit hier zu Wort melden", sagte Brahms.