12.10.2017

Kirchheimbolander Friedenstage gegen Rüstung und Gewalt gegen Frauen

epd

Kirchheimbolanden (epd). Die weltweite Steigerung der Rüstungsausgaben und Gewalt gegen Frauen sind Schwerpunkte der 43. Kirchheimbolander Friedenstage vom 21. Oktober bis 17. Dezember. An verschiedenen Standorten in der nordpfälzischen Stadt werde zu 23 Veranstaltungen eingeladen, teilte der Arbeitskreis Friedenstage am Donnerstag mit. Geplant sind unter anderem Vorträge, Diskussionen, Gottesdienste, Konzerte, Filmvorführungen, eine Studienfahrt nach Verdun und am 9. November eine Gedenkfeier zur Reichspogromnacht von 1938.

Offiziell eröffnet werden die Friedenstage mit einem Festgottesdienst am Reformationstag, 31. Oktober, in der protestantischen Peterskirche. Der Gottesdienst ist verknüpft mit dem Dekanats-Kirchenmusiktag unter Beteiligung von Kantorei, Kirchenchören und Instrumentalisten aus dem Kirchenbezirk an Alsenz und Lauter. Die Journalistin Maria von Welser hält am Dienstag, 7. November, ab 19 Uhr in der Karl-Ritter-Schule eine Lesung mit Bildbeiträgen über Flüchtlingsfrauen, die Opfer von sexueller Gewalt werden. 

Am Mittwoch, 9. November, gibt es um 19 Uhr eine Gedenkfeier für die in der NS-Zeit ermordeten Juden an der ehemaligen Synagoge. Dabei wird Roland Paul, der frühere Direktor des Instituts für Pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, mit der "Friedenstaube" für seine Verdienste um die Erforschung und Dokumentation jüdischen Lebens in der Region geehrt.

Über das Thema "Werden die Spannungen in der Welt größer? Vom Balkankrieg bis zu Nordkorea" spricht am 14. November der frühere Bundesverteidigungsminister und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Rudolf Scharping (SPD). Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Kreishaus.

Ein Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema "Airbase Ramstein: Kein Segen nur Fluch" ist für Freitag, 17. November, um 19 Uhr im Café im Bahnhof Kirchheimbolanden vorgesehen. Der Friedensaktivist Wolfgang Jung referiert über die Bedeutung des Luftwaffenstützpunkts für die US-Streitkräfte, etwa als Relaisstation für den US-Drohnenkrieg.

Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, verleihen ab 19 Uhr der Arbeitskreis Friedenstage und die Gruppe 1299 von Amnesty International in der Orangerie den Kirchheimbolander Friedenstagepreis. Die Preisträger sind die katholische Ordensschwester und Gründerin der Frauenhilfsorganisation "Solwodi", Lea Ackermann, die Sternsinger der Pfarrei Heilige Anna in Kirchheimbolanden und die Organisation "Ohne Rüstung leben".