24.08.2017

Friedenspolitischer Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock" wird 50

epd

Schloß Holte-Stukenbrock (epd). Der friedenspolitische Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock" wird 50. Er begeht das Jubiläum bei der traditionellen Gedenkveranstaltung am 2. September auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof im ostwestfälischen Stukenbrock-Senne. Der Einsatz für Frieden werde angesichts neuer Krisen wieder zunehmend aktuell, betonte Arbeitskreisgründer Werner Höner am Donnerstag in Schloss Holte. 

In diesem Jahr steht die Kundgebung laut Arbeitskreis unter dem Motto "Ein dauerhafter Frieden ist nur mit Russland möglich". Der Appell richte sich ebenso an die Bundesregierung wie auch an Russland, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Hubert Kniesburges. Als Hauptredner ist der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, Ulrich Schneider, geladen. 

Auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof liegen nach Angaben der Initiative mehr als 65.000 Tote. Das in der Nähe gelegene Kriegsgefangenenlager Stalag 326 wurde am 2. April 1945 durch die US-Armee befreit. Der Arbeitskreis pflegt das Andenken an die auf dem Soldatenfriedhof begrabenen Opfer der NS-Diktatur. Die Initiative setzt sich derzeit auch dafür ein, dass die von ihr betreute NS-Dokumentationsstätte "Stalag 326" eine nationale Gedenkstätte wird. 

"Blumen für Stukenbrock" wurde in Lemgo von einer Gruppe aus jungen Sozialdemokraten, Kommunisten und Vertretern der Kirchen gegründet. Am 2. September 1967 fand auf dem Friedhof die erste Mahn- und Gedenkveranstaltung statt. Unter den prominenten Besuchern der Gedenkkundgebungen war 1989 Raissa Gorbatschow gemeinsam mit der Frau des damaligen Bundeskanzlers, Hannelore Kohl, und der Frau des damaligen NRW-Ministerpräsidenten, Christina Rau.