02.11.2017

Friedenspfarramt will Diskussion um Rüstungsexporte fördern

Stuttgart (epd). Eine Materialsammlung zum Thema Rüstungsexporte und Kleinwaffen hat das Friedenspfarramt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg herausgegeben. Die Friedensdekade der Evangelischen Kirche vom 12. bis 22. November sei ein geeigneter Anlass, das Thema zu diskutieren, teilte Friedenspfarrer Joachim Schilling am Donnerstag in Stuttgart mit. Ziel der Broschüre "Tod - Made in Germany" sei die Diskussion darüber, wie der Weg aussehen könnte weg von Waffenproduktion hin zur Produktion ziviler Güter, sagte Schilling. "Kenntnisse über die Zusammenhänge helfen dabei." 

Sichtbar werde das Problem von Waffenlieferungen beispielsweise am aktuellen innerirakischen Konflikt, wo Peschmerga-Kämpfer und Regierungstruppen sich bekriegen. "Waffen wandern von einem Konflikt in den nächsten - vor allem Kleinwaffen", sagte Schilling. Im Irak seien nun die Folgen von überhasteten Rüstungs-Exportentscheidungen zu sehen.

Die Materialsammlung des Friedenspfarramts enthält Dokumentationen und Informationen zur Diskussion im Schulunterricht, in Erwachsenenbildung und Kirchengemeinden. Die Broschüre startet mit der Erklärung der württembergischen Landeskirche zu deutschen Rüstungsexporten vom März 2017.