26.07.2017

Fasten für eine atomwaffenfreie Welt

epd

Schwäbisch Gmünd/Nettetal (epd). Mit einer Fasten-Aktion demonstriert ein Pfarrer der rheinischen Landeskirche auch in diesem Jahr für eine atomwaffenfreie Welt. Solange Atomwaffen in Deutschland gelagert seien, wolle er jedes Jahr einen Tag länger fasten, sagte Pfarrer Matthias Engelke, Vorsitzender des deutschen Zweiges des Versöhnungsbundes, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Nettetal. Dieses Jahr beginne er am Samstag in Schwäbisch Gmünd. 

Bis zum 9. August, dem Tag des Atombomben-Abwurfs in Nagasaki, demonstriert der ehemalige Militärpfarrer fastend an verschiedenen Stationen und kommt abschließend ins rheinland-pfälzische Büchel, wo immer noch US-Atombomben gelagert sind. Im kommenden Jahr beginnt er am 28. Juli. 

Engelkes Aktion, die in diesem Jahr die achte dieser Art ist, ist Teil der Kampagne "Büchel ist überall. atomwaffenfrei. jetzt". Langfristig wollen die Initiatoren der Kampagne erreichen, dass Atomwaffen durch einen juristisch verbindlichen Vertrag weltweit geächtet werden. Weltweit finden Fasten-Aktionen gegen Atomwaffen vom 6. bis zum 9. August statt. Am 6. August 1945 wurde die Atombombe auf Hiroshima geworfen.