21.02.2016

Zeitung: Mehr Soldaten wegen Belastungsstörung in Behandlung

epd

Erfurt (epd). Immer mehr Bundeswehrsoldaten begeben sich einem Zeitungsbericht zufolge wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung in ärztliche Behandlung. Wie die "Thüringer Allgemeine" (Montagsausgabe) unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium berichtet, wurde im vergangenen Jahr bei 235 Soldaten erstmals eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Das waren 15 Prozent mehr Ersterkrankungen als 2014 (204 Soldaten). 2013 waren dem Bericht zufolge 149 Neuerkrankungen registriert worden. 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 541 Soldatinnen und Soldaten wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) vorstellig, hieß es weiter. Die Zahl enthält Neuerkrankungen und bereits bekannte Altfälle. Die überwiegende Zahl der PTBS-Behandlungen stand in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte: "Wir führen den Anstieg neu diagnostizierter PTBS-Fälle auf eine verbesserte Sensibilisierung und Entstigmatisierung zurück." Unter einer einsatzbedingten Posttraumatischen Belastungsstörung leiden Soldaten nach Kriegseinsätzen. Sie können ihre Erfahrungen oder Erlebnisse nicht bewältigen, selbst nachdem die Einsätze bereits beendet sind. Als Symptome gelten dem Bericht zufolge Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Alpträume, Aggressivität und soziale Isolation.