10.04.2016

Tote auf Philippinen bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen

epd

Manila/Frankfurt a.M (epd). Auf den südlichen Philippinen sind bei Kämpfen zwischen islamistischen Aufständischen und dem Militär mindestens 23 Menschen getötet worden. Wie ein Sprecher der Armee am Sonntag erklärte, handelt es sich dabei um 18 Soldaten sowie fünf Mitglieder der extremistischen Gruppe Abu Sayyaf. Zudem seien auf beiden Seiten insgesamt mehr als 70 Menschen verletzt worden. Zu dem blutigen Konflikt kam es nach Angaben des Militärs bereits am Samstag, als die philippinischen Truppen eine Stellung der Rebellen auf der Insel Basilan angegriffen hatten. Die Gefechte zogen sich demnach etwa zehn Stunden hin.

Die militante Abu Sayyaf gründete sich 1991 und fordert im Süden der Philippinen einen unabhängigen islamistischen Staat. Die Inseln Basilan und Jolo gelten als ihre Hochburgen. Auf das Konto der extremistischen Gruppierung gehen Anschläge, Morde und Entführungen, darunter auch etlicher Ausländer. Zudem hatte die Abu Sayyaf der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Gefolgschaft geschworen. Fachleute vermuteten allerdings, dass die philippinischen Rebellen dadurch vor allem versuchten, sich selbst wieder ins internationale Rampenlicht zu rücken und Lösegelder in die Höhe zu treiben. 

Im Oktober 2014 hatten die Extremisten zwei deutsche Segler freigelassen, die sie sechs Monate in ihrer Gewalt hatten. Zu den Opfern der Abu Sayyaf gehörte im Jahr 2000 auch die Göttinger Familie Wallert.