18.09.2016

Interreligiöses Friedenstreffen in Assisi eröffnet

epd

Rom (epd). Mit einer feierlichen Messe in der Franziskus-Basilika ist am Sonntag in Assisi das interreligiöse Treffen für den Frieden eröffnet worden. "Ich möchte, dass die Menschen beten, egal wo sie sind, ohne Zorn und ohne Streit", sagte der Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, in seiner Predigt. Zu dem Treffen, das bis Dienstag andauert, werden etwa 500 Vertreter unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften sowie Tausende Gläubige erwartet.

"Heute haben wir den Frieden mehr denn je nötig, in diesem Krieg, der überall auf der Welt herrscht", sagte Papst Franziskus anlässlich des interreligiösen Treffens beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom. Zur Abschlussveranstaltung am Dienstag wird auch der Papst in Assisi erwartet. Ein gemeinsames Gebet der Religionen ist nicht vorgesehen, wie ein Sprecher des örtlichen Franziskanerklosters Enzo Fortunato erklärte. Es solle der Eindruck vermieden werden, es gehe um eine Vermischung von Religionen. Die Glaubensgemeinschaften würden getrennt für den Frieden beten.

Zur Eröffnungsveranstaltung wurden am Sonntagnachmittag die Staatspräsidenten von Italien und der Zentralafrikanischen Republik, Sergio Mattarella und Faustin Touadéra, erwartet. Der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. und das geistliche Oberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Justin Welby, werden am Dienstag zu getrennten Unterredungen mit dem Papst zusammentreffen.

Johannes Paul II. hatte vor 30 Jahren erstmals Religionsführer aus aller Welt zum Friedensgebet nach Assisi eingeladen. Seither veranstaltet die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio jährlich ein Gebetstreffen für den Frieden, zu dem alle interessierten Gläubigen eingeladen sind.