13.05.2016

Bundestag billigt verlängerten Mali-Einsatz der Bundeswehr

epd

(epd). Die Bundeswehr setzt ihre Beteiligung an der Ausbildungsmission EUTM der Europäischen Union im afrikanischen Mali bis zum 31. Mai 2017 fort. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend in Berlin mit großer Mehrheit. Das aktuelle Mandat läuft Ende Mai aus.

Die Personalobergrenze der eingesetzten Soldaten wird laut Mandat von 350 auf 300 gesenkt. Grund dafür ist, dass die Führung der Ausbildungsmission im Juli planmäßig von Deutschland an Belgien übergeben werden soll und sich die Deutschen dann nur auf ihren Ausbildungsauftrag konzentrieren könnten.

Die Ausbildungsmission EUTM konzentriert sich auf den relativ sicheren Süden des westafrikanischen Landes. Dem Mandat zufolge werden weitere Einsatzorte im Norden des Landes, etwa in Gao und Timbuktu, für die Bundeswehrausbilder hinzukommen. Neben der Ausbildungsmission EUTM unterstützt die Bundeswehr darüber hinaus die UN-Mission Minusma im Norden Malis. Der UN-Einsatz wird von Experten als gefährlich eingeschätzt.

Mali geriet vor gut drei Jahren nach einem Putsch und dem Aufstand bewaffneter Gruppen in eine schwere Krise. Islamistische Gruppen besetzten den Norden des Landes, Anfang 2013 griffen französische Truppen ein und drängten sie zurück. Es kommt jedoch weiter zu Anschlägen.