10.02.2016

„Auf der Straße und vor Gericht“

Zentrum Oekumene
10.02.2016
Zentrum Oekumene

Atomare Risiken sind wieder zu einem Thema geworden. Vor fünf Jahren schreckte die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima die Weltöffentlichkeit auf und machte dramatisch auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam. Bereits vor 30 Jahren hatte die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl die atomaren Risiken deutlich gemacht. Und auch die Atomwaffen, nach dem Kalten Krieg in Vergessenheit geraten, sind wieder in den Schlagzeilen, seitdem die USA angekündigt haben, ihre Atomarsenale zu modernisieren. Gleichzeitig wächst weltweit aber auch wieder der Widerstand in der Gesellschaft gegen Atomkraft- werke und Atomwaffen.

Bei der Tagung „Auf der Straße und vor Gericht – Recht und Religion gegen atomare Risiken“ vom 9. bis 11. März in Arnoldshain sollen die Erfahrungen zur Atomproblematik aus den verschiedenen Sichtweisen und aus verschiedenen Ländern zusammengetragen werden. Zu Wort kommen werden Betroffene und Opfer, zivile Gruppen, Religionsgemeinschaften, Naturwissenschaftler, Mediziner, Juristen und Journalisten. Der Schwerpunkt wird dabei auf juristischen Fragen und strategischen Überlegungen zu koordinierten Aktionen gegen die globale Atomlobby liegen. Ziel ist eine effektivere Zusammenarbeit von Experten im wissenschaftlichen, technischen und juristischen Bereich wie auch von Umwelt- und Friedensaktivisten sowie Vertretern von Religionsgemeinschaften. Die Teilnehmer kommen aus Japan, Korea, den pazifischen Inseln, Kanada, Polen, Frankreich, der Schweiz und Deutschland.

Eingeladen zu dieser Tagung im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain hat das Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kooperation mit der „International Assosciation of Lawyers against Nuclear Arms“ (IALANA) und der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). Es ist bereits die dritte internationale Tagung dieser Art, die das Zentrum Oekumene mit verschiedenen Kooperationspartnern durchführt.

Die Tagung beginnt am Mittwoch, 9. März, um 15 Uhr mit öffentlichen Vorträgen zum Thema „Atomausstieg als weltweite Notwendigkeit“. Am Donnerstag, 10. März, geht es um die Frage nach der Abschaffung von Atomwaffen als Mittel der Politik und um die Atomkatastrophe in Fukushima. Den Abschluss bilden Vorträge und Diskussionen am Freitag, 11. März, zum Atom-Ausstieg und die Alternativen zur Atomenergie. Die Tagung endet am 11. März gegen 12 Uhr.