31.03.2015

Gemeindebriefartikel zum Thema Gedenkorte

Vorschläge und Anregungen für einen Brief in kurzer und langer Version
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover
31.03.2015
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover

Gemeindebriefartikel (Kurzfassung)

Überschrift: Unser Kriegsdenkmal - ist es ein "Mahn-Ort für den Frieden"?

(Es sollte ein Bild der Gedenktafel, des Gedenkorts / Kriegerdenkmal veröffentlicht werden.)

Wir suchen Interessierte, die sich mit dem Gedenkort / Kriegerdenkmal für die Verstorbenen des 1.Weltkriegs / 2. Weltkriegs in unserer Kirche befassen. Warum eigentlich?

Dazu erfahren Sie näheres beim Informationsabend

am …………………………………………………

Treffpunkt ist an dem Gedenkort…..Wir freuen uns auch  über Interessierte, die nicht Mitglieder unserer Kirchengemeinde sind.

Unsere Landeskirche hat angeregt sich der Gedenkorte anzunehmen und bietet dabei Unterstützung durch die Friedensarbeit an. Diesen Impuls wollen wir aufnehmen.  Das Thema „Krieg und Frieden“  ist hoch aktuell und jetzt spätestens „dran“. Wir gedenken an 100 Jahre 1.Weltkrieg und an 75 Jahre 2.Weltkrieg. Aktuell sind wir alle erschrocken über die Realität des Krieges an so vielen Orten der Welt. Das Kriegerdenkmal kann ein guter Ausgangspunkt sein, um sich den historischen und aktuell brennenden Fragen zu stellen. Es ist unser Auftrag in der Nachfolge des Friedensfürsten Jesus Christus, klare Zeichen für Frieden und Versöhnung zu setzen.

Unsere Kirche hat sich nach schweren Irrtümern verabschiedet von der Idee des „gerechten Krieges“. Heute sprechen wir von einem gerechten Frieden und von dem Vorrang für Zivil und für Gewaltfreiheit, dies sollte in unserer Kirche Ausdruck finden.

Es geht aber nicht um eine Beseitigung des Gedenkortes! Als Ort der Trauer gilt es ihn zu achten und jedem Namen seine Würdigung zu geben. Aber:

„Ein kritisch zurecht gerücktes Denkmal kann mehr zur Friedenserziehung beitragen, als seine Beseitigung. Es hält unsere Erinnerung wach, als Warnung vor der Vergangenheit, als Warnung für die Zukunft!“ (So zitiert Prof. Gerhard Schneider in seinem Buch “… nicht umsonst gefallen“? (1991) aus „Unsere tapferen Helden…“, hrsg. Vom Fachbereich Design der FH in Dortmund)

Unser Gedenkort sollte ein „Mahn - Ort“ für den Frieden werden, dies ist unser Ziel. Wir glauben, dass es ein sehr wichtiger Prozess für unsere Gemeinde und unseren Ort sein kann, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um einen Ausdruck unseres Friedenswillen zu finden und dauerhaft öffentlich zu machen. Alle Gruppen von jung bis alt können sich an diesem Gemeindeprojekt beteiligen.

Wir wollen „den Frieden“ als das gemeinsame Thema unserer Gemeinde entdecken. Kommen Sie am ………………………………………………………zu einem ersten Informationsabend. Wir treffen uns (in der Kirche), um die Gedenktafel zunächst mal genau anzusehen.

Im Anschluss haben wir Zeit ins Gespräch zu kommen und wir stellen erste Ideen vor, was wir weiter machen wollen. Kommen Sie auch zum Gottesdienst am Volkstrauertag, auch da wollen wir das Kriegerdenkmal in den Mittelpunkt rücken: Sonntag, 16.11., um …. Uhr.

Gemeindebriefartikel (Langfassung)

Dieser Text muss gekürzt und der jeweiligen Situation angepasst werden

Überschrift: Unser Kriegerdenkmal – ist es ein „Mahn – Ort für den Frieden“?

(Es sollte ein Bild der Gedenktafel, des Gedenkorts/ Kriegerdenkmal veröffentlicht werden)

Wir suchen Interessierte, die sich mit dem Gedenkort/ Kriegerdenkmal   für die Verstorbenen des 1. Weltkriegs / 2.Weltkriegs  in unserer Kirche befassen. Warum eigentlich und warum kann es interessant  sein, bei diesem Projekt mit zu machen?

Dazu erfahren Sie näheres in diesem Artikel und beim Informationsabend am…………………………………………………….

Treffpunkt ist an dem Gedenkort…..Wir freuen uns auch  über Interessierte, die nicht Mitglieder unserer Kirchengemeinde sind.

Unsere Landeskirche hat angeregt sich der Gedenkorte anzunehmen und bietet dabei Unterstützung durch die Friedensarbeit an. Diesen Impuls wollen wir aufnehmen.

Einige Gründe, warum wir uns dieser Aufgabe stellen wollen:

  •  Die Gedenkorte sind Bestandteil der Ausstattung  unserer Kirche. Allein deshalb verdienen sie schon unsere Aufmerksamkeit. Wir wollen unsere Gedenktafel in einem ersten Schritt genau kennen lernen.
  • Wir tragen Verantwortung für das, was wir durch unsere Kirchen vermitteln und müssen dies immer mal wieder kritisch hinterfragen.
  • Als Orte der Trauer sind die Gedenktafeln zu achten und zu erhalten. Sie sollten aber zu Gedenkorten für alle im Krieg Gestorbenen werden, nicht ausschließlich für die Soldaten. Hier sollten wir prüfen, wer in  unserem Ort noch unter den Opfern des Krieges war.
  • Das „Thema- Krieg und Frieden“  ist hoch aktuell und jetzt spätestens „dran“. Wir gedenken an 100 Jahre 1.Weltkrieg und an 75 Jahre 2.Weltkrieg. Aktuell sind wir alle erschrocken über die Realität des Krieges an so vielen Orten der Welt.
  • Das Kriegerdenkmal kann ein guter Ausgangspunkt sein, um sich den aktuell brennenden Fragen nach Krieg und Frieden zu stellen. Es ist unser Auftrag in der Nachfolge des Friedensfürsten Jesus Christus, klare Zeichen für Frieden und Versöhnung zu setzen.

Die langfristige Wirkung unseres Gedenkortes sollte nicht unterschätzt werden. Durch die „Selbstverständlichkeit des Daseins“ vollzieht sie sich fast unsichtbar, schleichend. (Hier schauen, was zu dem Gedenkort passt - Oft waren sie darauf angelegt, den Tod zu verklären (Heldentod – „ sein getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens aufsetzen), den Nationalstolz zu erhalten (für Ehre und Vaterland – Treue) und das Militärische zu glorifizieren (Lorbeerkranz, Eichenlaub, starke tapfere „Jünglinge“, Heldenposen, Schwerter,…).

So sollte der grausamen Realität des Todes im Krieg eine Überhöhung gegeben werden und so wie der Gedenkort bei uns steht, rechtfertigt er in seiner Aussage indirekt bis heute den Krieg, als legitimes Mittel der Politik.

Wir haben als christliche Kirchengemeinden die Verantwortung, diesem zu widersprechen. Wir haben uns nach schweren Irrtümern verabschiedet von der Idee des „gerechten Krieges“. Heute sprechen wir von einem gerechten Frieden und von dem Vorrang für Zivil und für Gewaltfreiheit, dies sollte in unseren Kirchen Ausdruck finden.

Es  geht aber  nicht um eine Beseitigung des Gedenkortes!  Als Ort der Trauer gilt es ihn zu achten und jedem Namen seine Würdigung zu geben. Aber:

„Ein kritisch zurecht gerücktes Denkmal kann mehr zur Friedenserziehung beitragen, als seine Beseitigung. Es hält unsere Erinnerung wach, als Warnung vor der Vergangenheit, als Warnung für die Zukunft!“ (So zitiert Prof. Gerhard Schneider in seinem Buch“ … nicht umsonst gefallen“? (1991) aus „Unsere tapferen Helden…“, hrsg. Vom Fachbereich Design der FH in Dortmund)

Unser Gedenkort sollte ein „Mahn - Ort“ für den Frieden werden, dies ist unser Ziel. Wir glauben, dass es ein sehr wichtiger Prozess für unsere Gemeinde und unseren Ort sein kann, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um einen Ausdruck unseres Friedenswillen zu finden und öffentlich zu machen.

Wir können z.B.  mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden, diesen besonderen Ort entdecken, den Namen in unserem Ort nachgehen, uns in den Seniorenkreisen gemeinsam erinnern und nach Hilfen für heute suchen. Wir können neue Bilder und Worte des Friedens  als Überschriften suchen und dies öffentlich machen oder nach Orten des Unfriedens in unserer Gemeinde und Kommune suchen und ganz konkret unseren Teil für den Frieden leisten.

Wir wollen „den Frieden“ als das gemeinsame Thema unserer Gemeinde entdecken. Kommen Sie am ………………………………………………………zu einem ersten Informationsabend.

Wir treffen uns (in der Kirche), um die Gedenktafel zunächst mal genau anzusehen.Im Anschluss haben wir  Zeit ins Gespräch zu kommen und  wir stellen erste Ideen vor, was wir weiter machen wollen. Kommen Sie auch zum Gottesdienst am Volkstrauertag, da wollen wir die Gedenkmal in den Mittelpunkt rücken: Sonntag, 16.11., um …. Uhr.