24.02.2015

Ergebnisse der X. Vollversammlung des ÖRK in Busan (Korea) 2013

Bericht über die Ergebnisse des Ökumenischen Rates der Kirchen am 24.2.2015 in der Evangelischen Kirchengemeinde Neustadt-Vettelschoss
Ulrich Frey
Abstimmung bei der 10. Vollversammlung des ÖRK in der sükoreanischen Hafenstadt Busan

Norbert Neetz (epd)

Abstimmung bei der 10. Vollversammlung des ÖRK in der sükoreanischen Hafenstadt Busan

1. Hinführung

Die Ökumene ist ein weltweiter Fluss, immer in Bewegung, manchmal ein Strom, oft aber nur ein Rinnsaal, weil dessen lebensstiftende Kraft nicht genutzt wird. Der Name dieses Flusses ist heute das Leitbild des gerechten Friedens. Es ist in vielen Windungen und schwierigen Etappen in der ökumenischen Debatte entstanden. Angefangen hat es mit der Morgenandacht von Dietrich Bonhoeffer 1934 zu Krieg und Völkerrecht auf Fanoe/Dänemark. Dort ging es angesichts eines aggressiven deutschen Nationalsozialismus um Frieden, der nach Bonhoeffer nicht auf dem Weg der Sicherheit zu erreichen ist.

Aufgenommen wurde das Stichwort Frieden 1983 von der VI. Vollversammlung des ÖRK in Vancouver/Kanada. Die Kirchen sollten „auf allen Ebenen – Gemeinden, Diözesen und Synoden, Netzwerke christlicher  Gruppen und Basisgemeinschaften – zusammen mit dem ÖRK in einem konziliaren Prozess zu einem Bund zusammenfinden.“[1] Ziele sind drei zentrale Dimensionen in dem konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Gewalt stellte sich in der Praxis der Dekade als zentrales Hindernis dieses Prozesses heraus. Deshalb beschloss die VIII. Vollversammlung des ÖRK 1989 in Harare als Konkretisierung die Dekade zur Überwindung von Gewalt 2000 – 2010.

Die IX. Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre/Brasilien 2006 „ersucht(e) den Zentralausschuss“ in der Mitte der Dekade, „die Möglichkeit eines Studienprozesses zu erwägen, der alle Mitgliedskirchen und ökumenischen Organisationen für die Ausarbeitung einer umfassenden ökumenischen Erklärung zum Frieden mobilisiert, welche fest in einer klar formulierten Theologie wurzelt. Die Erklärung sollte sich u.a. mit folgenden Themen befassen: gerechter Frieden, Schutzpflicht, Rolle und Rechtsstatus nichtstaatlicher Kombattanten, Wertekonflikt (z.B. territoriale Integrität und Unantastbarkeit des menschlichen Lebens). Sie sollte zum Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt 2010 angenommen werden.“[2]

Abgeschlossen wurde die Dekade zur Überwindung von Gewalt mit der Internationalen Ökumenischen Konvokation 2011 in Kingston/ Jamaika ohne eine solche Erklärung, aber mit einer Botschaft[3], die das Leitbild des gerechten Friedens bestätigt und auffordert, sich der gemeinsamen Pilgerreise anzuschießen. Die Botschaft verweist auf die X. Vollversammlung des ÖRK 2013 in Busan/ Republik Korea unter dem Gebetsmotto „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden sowie auf das Referenzpapier „Ein ökumenischer Aufruf zum gerechten Friedens“ und das Begleitbuch dazu. Darin wird  der gerechte Friede definiert: „Im Bewusstsein der Grenzen von Sprache und Verstehen schlagen wir vor, gerechten Frieden als einen kollektiven und dynamischen, doch zugleich fest verankerten Prozess zu verstehen, der darauf ausgerichtet ist, dass Menschen frei von Angst und Not leben können, dass sie Feindschaft, Diskriminierung und Unterdrückung überwinden und die Voraussetzungen schaffen können für gerechte Beziehungen, die den Erfahrungen der am stärksten Gefährdeten Vorrang einräumen und die Integrität der Schöpfung achten.“[4]

2. Zum Ergebnis der X. Vollversammlung in Busan[5]

Die Vollversammlung verabschiedete zahlreiche Erklärungen. Sie arbeitete auf der Grundlage des schon erwähnten „Aufrufes zum gerechten Frieden“ und dem Begleitdokument sowie von dazu schon früher verabschiedeten grundlegenden Referenzpapieren wie:

  •  „Gemeinsam für das Leben: Mission und Evangelisation in sich wandelnden Kontexten“ (Missionspapier)[6]
  • „Ökonomie des Lebens, Gerechtigkeit und Frieden für alle: ein Aufruf zum Handeln“[7]
  • „Erklärung über den Weg des gerechten Friedens“[8]

Während der Versammlung entstand neben der Botschaft nur die „Erklärung zur Einheit“, die das Ergebnis der Versammlung so summiert: „Die Einheit der Kirche, die Einheit der menschlichen Gemeinschaft und die Einheit der ganzen Schöpfung sind miteinander verwoben. Christus, der uns  eins macht, ruft uns auf, in Gerechtigkeit und Frieden zu leben, und spornt uns an, gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden in Gottes Welt einzutreten.“[9]

Das wichtigste Ergebnis der X. Vollversammlung war die Konkretisierung der schon lange diskutierten Idee des Pilgerweges. Dieser soll bis zur nächsten Vollversammlung fortgesetzt werden. Im Juli 2014 hat der Zentralausschuss des ÖRK die Texte der Vollversammlung zu den Pilgerwegen in “Einer Einladung zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens”[10] zusammengefasst.

Im Dezember 2014 hat der ÖRK in Sigtuna/ Schweden ein weltweites ökumenisches Netzwerk gegründet, um die Advocacy-Arbeit für einen gerechten Frieden international zu koordinieren. 2015 sollen zwei weitere Veranstaltungen in Afrika und im Nahen Osten organisiert werden, um einen gerechten Frieden zu stiften und Konfliktprävention zu fördern.

3. Was ist der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens?[11]

„In Gemeinschaft wachsen – ein Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“

Der in Busan angedachte Pilgerweg (pilgrimage) ist kein Pilgern von Ort zu Ort, wie es vielgestaltig schon lange „statisch“ geschieht. Pilgerwege sind dynamisch:

„Eine solche Verlagerung von einem statischen hin zu einem dynamischeren Verständnis von Einheit kann eine Herausforderung sein. Verschiedene theologische Traditionen und Kulturen verstehen und praktizieren das Konzept eines „Pilgerwegs“ unterschiedlich. Mit der Entscheidung, die Bezeichnung „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ zu wählen, und nicht „zu Gerechtigkeit und Frieden“ oder „für Gerechtigkeit und Frieden“ hat die Vollversammlung in Busan schon begonnen, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Das Wort „Pilgerweg“ wurde gewählt, um auszudrücken, dass es sich um einen Weg mit einer tiefen spirituellen Bedeutung und mit hochtheologischen Konnotationen und Auswirkungen handelt. Als „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ ist es weder ein Weg hin zu einem konkreten Ort auf der Landkarte, noch eine einfache Form des Aktivismus. Es ist sich vielmehr ein verwandelnder Weg, zu dem Gott aufgerufen hat, in Erwartung des letztlichen Ziels für die Welt, das der dreieinige Gott bewirkt. Die Bewegung der Liebe, die Teil des Wesens des dreieinigen Gottes ist, wird in der Verheißung von Gerechtigkeit und Frieden offenbar. Sie sind Zeichen des kommenden Reiches Gottes, das bereits im Hier und Jetzt sichtbar ist, wenn es Versöhnung und Heilung gibt.“

„Globaler und lokaler Kontext des Pilgerweges

Neben der Ermutigung und Erleichterung der Beteiligung einzelner Mitgliedskirchen und ökumenischer Partner an dem Pilgerweg sollte der ÖRK sich auch selbst an dem Pilgerweg beteiligen. Der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens steht im Zentrum und im Herzen der Strategieplanung des ÖRK in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Partnern, um unsere Einheit in Vielfalt, unsere Teilhabe an Gottes Mission, unsere ökumenische Bildung sowie unser öffentliches Zeugnis für gerechten Frieden zu erneuern und zu stärken.

Die globalen Ziele des ÖRK für die nächste Zeit spiegeln die grundlegenden Dimensionen eines Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens wider. Diese sind:

  • Die Gemeinschaft stärken: Wenn die Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner im Rahmen des Pilgerwegs gemeinsam unterwegs sind und zusammenarbeiten, erleben sie die Gabe der Einheit;
  • Gemeinsam Zeugnis ablegen: Wenn die Kirchen und ökumenischen Partner zusammen vorangehen, können sie gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden eintreten;
  • Zu Spiritualität, Reflexion und ökumenischer Ausbildung ermutigen: Wenn die Gemeinschaft zusammen Zeugnis ablegt, wird sie gestärkt, weil gemeinsam Spiritualität aufgebaut wird;
  • Vertrauen und Verständnis aufbauen: In der gemeinsamen Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden ist es notwendig, sich mit allen „Menschen guten Willens“ zusammenzutun;
  • Inspirierend und innovativ kommunizieren: Unterwegs, im Zeugnis, beim Lernen und partnerschaftlichen Zusammenarbeiten ist inspirierende und innovative Kommunikation gefragt, um wirksame Sichtbarkeit zu erreichen.

Diese globalen Ziele des Engagements des ÖRK auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens können mindestens drei verschiedene Aspekte umfassen – die nicht linear verlaufen, sondern vielmehr in einer dynamischen Wechselbeziehung stehen:

  • Die Gaben feiern (via positiva)

Wir sind nicht mit leeren Händen oder alleine unterwegs. Der „ursprüngliche Segen“, nach dem Bilde Gottes geschaffen und zusammen – in Gemeinschaft – zu sein, ist, dass wir ein einzigartiger Bestandteil des Lebensnetzes sind, das uns in Erstaunen versetzt. Gemeinsam feiern wir Gottes großartige Gabe des Lebens, die Schönheit der Schöpfung und die Einheit einer versöhnten Vielfalt. Wir fühlen uns ermächtigt von dieser Gnade, an Gottes Bewegung der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens teilhaben zu dürfen. – Wir empfangen im Gebet.

  • Sich mit den Wunden beschäftigen (via negativa)

Der Pilgerweg wird uns an Orte führen, an denen schreckliche Gewalt und Ungerechtigkeit herrschen. Wir wollen auf Gottes menschgewordene Gegenwart inmitten des Leids, der Exklusion und der Diskriminierung schauen. Die wahre Begegnung mit realen, kontextabhängigen Erfahrungen einer zerbrochenen Schöpfung und des sündigen Gebarens gegenüber anderen Menschen kann uns an das Wesentliche des Lebens selbst erinnern. Es kann dazu führen, dass wir Buße tun und uns – in einem Prozess der Reinigung – von der Besessenheit mit Macht, Besitz, Ego und Gewalt befreien, so dass wir Christus immer ähnlicher werden. – Wir lauschen im Gebet.

  • Ungerechtigkeit verwandeln (via transformativa)

Wenn wir selbst verwandelt werden, kann uns der Pilgerweg zu konkretem Handeln für Verwandlung führen. Wir können vielleicht den Mut aufbringen, in wahrem Mitgefühl für einander und für die Natur zu leben. Dazu gehört auch die Stärke, allem Bösen zu widerstehen – aller Ungerechtigkeit und aller Gewalt, auch wenn eine Kirche in einer Minderheitssituation lebt. Wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit sowie die Heilung der Verwundeten und das Streben nach friedlicher Versöhnung ist unser Auftrag – in jedem Kontext. Die Glaubwürdigkeit unseres Handelns kann durch die Qualität unserer Gemeinschaft – einer Gemeinschaft der Gerechtigkeit und des Friedens – wachsen. – Wir lassen uns verwandeln durch unser Gebet und unser Handeln im Gebet.“

Neben der Ermutigung und Erleichterung der Beteiligung einzelner Mitgliedskirchen und ökumenischer Partner an dem Pilgerweg sollte der ÖRK sich auch selbst an dem Pilgerweg beteiligen. Der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens steht im Zentrum und im Herzen der Strategieplanung des ÖRK in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Partnern, um unsere Einheit in Vielfalt, unsere Teilhabe an Gottes Mission, unsere ökumenische Bildung sowie unser öffentliches Zeugnis für gerechten Frieden zu erneuern und zu stärken.“

„Die Rolle des ÖRK auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens

Die globalen Ziele des ÖRK für die nächste Zeit spiegeln die grundlegenden Dimensionen eines Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens wider. Diese sind:

  • Die Gemeinschaft stärken: Wenn die Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner im Rahmen des Pilgerwegs gemeinsam unterwegs sind und zusammenarbeiten, erleben sie die Gabe der Einheit;
  • Gemeinsam Zeugnis ablegen: Wenn die Kirchen und ökumenischen Partner zusammen vorangehen, können sie gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden eintreten;
  • Zu Spiritualität, Reflexion und ökumenischer Ausbildung ermutigen: Wenn die Gemeinschaft zusammen Zeugnis ablegt, wird sie gestärkt, weil gemeinsam Spiritualität aufgebaut wird;
  • Vertrauen und Verständnis aufbauen: In der gemeinsamen Arbeit für Gerechtigkeit und Frieden ist es notwendig, sich mit allen „Menschen guten Willens“ zusammenzutun;
  • Inspirierend und innovativ kommunizieren: Unterwegs, im Zeugnis, beim Lernen und partnerschaftlichen Zusammenarbeiten ist inspirierende und innovative Kommunikation gefragt, um wirksame Sichtbarkeit zu erreichen.

Diese globalen Ziele des Engagements des ÖRK auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens kommen in seiner Programmarbeit zum Ausdruck. Als Schwerpunkt der Programmarbeit für die nächsten sieben Jahre wird der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens Initiativen in den Gemeinschaften, Advocacy für gerechten Frieden auf nationaler und internationaler Ebene miteinander verbinden und sich dabei auf folgende Aspekte konzentrieren:

  • lebensbejahendes Wirtschaften
  • Klimawandel
  • gewaltfreie Schaffung von Frieden und Versöhnung
  • Menschenwürde

einhergehend mit einer kontinuierlichen Analyse, Untersuchung und Reflexion darüber, was es für die Kirchen in der heutigen Welt bedeutet, sich auf einen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens zu befinden.

Ein Prozess der theologischen Reflexion über den gemeinsamen Pilgerweg, einschließlich der Arbeit der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, der Kommission für Weltmission und Evangelisation, der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten und der gesamten Programmarbeit des ÖRK, muss im Mittelpunkt des Pilgerwegs stehen. Einheit, Mission und Dienst der Kirchen und Partner werden durch die Teilnahme an dem Pilgerweg zusammengehalten und in eine dynamische Wechselwirkung gestellt.“

„Die Kirchen auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens

Gemeinsam und mit ihren ökumenischen Partnern sind die Kirchen sowohl in ihrem jeweiligen Kontext als auch durch ihre internationale Zusammenarbeit die Hauptakteurinnen des Pilgerwegs. Und dennoch ist dieser Pilgerweg auch ein Aufruf und eine Chance für Einzelpersonen, Ortsgemeinden und Gemeinschaften, sich an der Bewegung der Gerechtigkeit und des Friedens zu beteiligen. Der Prozess der Verwandlung wird das Sammeln von Erfahrungen, den gegenseitigen Austausch, gegenseitiges Zuhören, Beten, Buße, Zeugnis, Bewusstseinsbildung, Nachdenken und Handeln umfassen.

Die folgenden Fragen können vielleicht helfen, sich in der eigenen Familie, als Kirchengemeinde oder Gemeinschaft oder gemeinsam in einer ökumenischen Gemeinschaft auf diesen Pilgerweg vorzubereiten:

  • Was verspricht ein Pilgerweg im biblischen Sinne?
  • Was verstehen Sie in Ihrem eigenen Kontext unter einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens?
  • Was verspricht ein Pilgerweg?
  • Wen würden Sie gerne als Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter haben?
  • Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Geschenk des Lebens, dem Geschenk der Schöpfung? Wie feiern Sie dieses?
  • Welche Wunden gibt es in Ihrem Kontext?
  • Wir wollen Sie mit den Wunden umgehen, die anderen oder der Natur zugefügt wurden?
  • Welche Art der Verwandlung erleben Sie?
  • Worauf werden Sie einen Schwerpunkt legen?
  • Gibt es realistische Möglichkeiten, Ungerechtigkeit und Gewalt umzuwandeln?“

4. Wo und wie können wir uns in unseren lokalen Kirchen beteiligen?

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat im Kirchenamt in Hannover eine Projektstelle zu Pilgerwegen eingerichtet, deren Aufgabe es ist, Ideen zu bündeln und eine Informationsplattform aufzubauen. Pfarrerin Sabine Udodesku leitet diese Stelle.

2014 fanden Pilgerwege statt

  • in Büchel am vermutlichen Ort der Lagerung von Atomwaffen,
  • entlang der Donau im serbisch-kroatischen-ungarischen Grenzgebiet,
  • Ein Weg durch die Nordkirche

Pilgerwege für 2015 sind ua. in Planung:

  • Bündnis  entwicklungspolitische  Klimaplattform der Kirchen und Werke von Flensburg nach Paris zur Weltklimakonferenz 2015 in Paris in 11 Wochen-Etappen à ca. 25 Km vom 13.9. bis 6.12.2015
  • Tages-Pilgerwege der EKHN und der EKKW zu Schmerzpunkten und Kraftpunkten, z.B.
  • Pilgertag zu Orten, an denen verkauft wird, was Hunger und Durst stillt (Führung durch die Kleinmarkthalle, eine Kaffeerösterei und Einblicke in die Arbeit von Brot für die Welt. Gebete, Lieder, Texte,
  • Pilgertage „Frauen unterwegs für das Leben“: badische und hessische Frauen, die jedes Jahr eine Stadt oder Region auf die Spuren der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung erkunden. Besuche in Dresden und Berlin. Gespräche mit Abgeordneten.
  • Reise zu Partnern von „gewaltfrei handeln e.V.“  zu befreundeten Partnern in Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina.

Zentrale Punkte sind immer solche, die Schmerzen anzeigen und solche, die Kraft vermitteln, also Schmerzpunkte und Kraftquellen.

Drei thematische Schwerpunkte greifen ineinander:

  • die geistliche Verwurzelung (Spiritualität):
  • die theologische Reflexion
  • und die Aktion

Ein Pilgerweg, wie ihn der ÖRK meint, bedeutet eine gleichzeitige Verschmelzung von Person und gesellschaftlichem Anliegen, die eine Veränderung in der Person des Pilgers bewirken kann. Der Weg ist das Ziel.

Es gibt also keinen Masterplan für die Erreichung des Ziels.

Der  Weg ist individuell vorbereitet, durchgeführt, folgt also keinem Standard.

Der Weg kann jeden Teilnehmenden unterschiedlich verändern.

 

Fußnoten

[1] Konrad Raiser, Ulrich Schmitthenner (Hrsg.), Ein ökumenischer Aufruf zum Gerechten Frieden. Begleitdokument des Ökumenischen Rates der Kirchen. Mit Anhang, LIT-Verlag, 2. Auflage, 2013, S. 195, http://www.gewaltueberwinden.org/de/materialien/ dokumente/erklaerungen-zum-gerechten-frie/ein-oekumenischer-aufruf-zum-gerechten-frieden.html)

[2] Klaus Wilkens (Hg). In deiner Gnade, Gott, verwandle die Welt. Porto Alegre 2006. Neunte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, Lembeck, 2007, S. 343 f

[3] www.gewaltueberwinden.org/de/materialien/oerk-materialien...

[4] Konrad Raiser, Ulrich Schmitthenner (Hrsg.), Ein ökumenischer Aufruf zum Gerechten Frieden. Begleitdokument des Ökumenischen Rates der Kirchen. Mit Anhang, LIT-Verlag, 2. Auflage, 2013,  S. 9

[5] Hans-Georg Link, Dagmar Heller, Konrad Raiser, Barbara Rudolph  (Hrsg.), Busan 2013, Offizieller Bericht der Zehnten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen, Evangelischen Verlagsanstalt und Bonifatius, 2014

[6] www.busan2013.de/uploads/media/Gemeinsam_fuer_das_Leben.pdf

[7]www.oikoumene.org/de/resources/documents/wcc-programmes/public-witness-addressing-power-affirming-peace/ poverty-wealth-and-ecology/agape-call-for-action-2012/economy-of-life-justice-and-peace-for-all?set_language= de

[8]/www.oikoumene.org/de/resources/documents/assembly/2013-busan/adopted-documents-statements/the- way-of-just-peace?set_language=de

[9] www.oikoumene.org/de/resources/documents/assembly/2013-busan/adopted-documents-statements/unity-statement?set_language=de

[10] www.oikoumene.org/de/resources/documents/central-committee/geneva-2014/an-invitation-to-the-pilgrimage-of-justice-and-peace,

[11] Alle unter 3. zitierten Texte sind Auszüge aus: „Eine Einladung zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ www.oikoumene.org/de/resources/documents/central-committee/geneva-2014/an-invitation-to-the-pilgrimage-of-justice-and-peace,