10.09.2015

EKD-Friedensbeauftragter: Wort des Friedens und der Gerechtigkeit hörbar machen

Dieter Junker
EKD

Angesichts der vielen Konflikte und Krisen in der Welt haben nach Ansicht des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die Themen des Konziliaren Prozesses nichts von ihrer Aktualität verloren. „Christen sind nach wie vor aufgefordert, sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Wahrung der Schöpfung einzusetzen“, machte Renke Brahms zum Auftakt (12. September 2015) des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Flensburg nach Paris deutlich. Es sei wichtig, dass sich Menschen weiter auf die Suche danach begeben würden, wie diese Welt gerechter und friedlicher werden könne. „Die Evangelische Kirche in Deutschland fühlt sich den Menschen auf diesem Weg und bei dieser Suche verbunden", so Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan habe die Christen in der Welt dazu aufgerufen, sich Gottes Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens anzuschließen. „Dieser Botschaft von Busan fühlen wir uns verpflichtet“, unterstreicht Renke Brahms, der an der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates teilgenommen hatte. „Es sind die Christen aller Konfessionen, die ihre Stimme erheben müssen, damit die Welt gezwungen ist, das Wort des Friedens und der Gerechtigkeit zu hören", ist der EKD-Friedensbeauftragte überzeugt.

Gerade auch die Fragen nach einer Klimagerechtigkeit seien von großer globaler Bedeutung, betont Renke Brahms mit Blick auf die Weltklimakonferenz in Paris, die das Ziel des Pilgerwegs ist. „Die Auswirkungen des Klimawandels, von denen gerade die Ärmsten in den Ländern des Südens betroffen sind, spüren auch die westlichen Industrienationen. Und diese Folgen können Ursachen von Kriegen und Konflikten werden“, macht der EKD-Friedensbeauftragte deutlich. Gerechtigkeit und Frieden könnten daher nur gemeinsam gesehen werden.

Ein Pilgerweg sei kein Spaziergang, sondern biete viele Einblicke, Erkenntnisse und mache auch Mut, betont Renke Brahms. „Ich bin überzeugt, dass viele Stationen auf dem Weg nach Paris zum Nachdenken, aber auch zum Handeln auffordern“, glaubt der EKD-Friedensbeauftragte. Und er fügt hinzu: „Darum sollten wir uns auf diesen Weg machen. Gerechtigkeit und Frieden werden sich küssen, das verheißt uns Christen die Heilige Schrift. Und für eine solche wunderbare Verheißung lohnt es sich, sich auf diesen Weg zu begeben. In eine friedliche und gerechte Zukunft, die Gottes Schöpfung bewahrt.“

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