22.05.2015

EAK nimmt beim Kirchentag Kriegsdienstverweigerung in den Blick

Mehrere Veranstaltungen und ein Stand auf dem Markt der Möglichkeiten
Dieter Junker
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden
22.05.2015
Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) wird Fragen der Kriegsdienstverweigerung in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart stellen. Der Kirchentagspräsident Professor Dr. Andreas Barner hatte das Treffen in Stuttgart angesichts der Vielzahl der Konflikte und Kriege in der Welt zu einem „Friedenskirchentag“ ausgerufen. „Für uns gehört dabei die Frage nach der Gewissensentscheidung von Soldatinnen und Soldaten und die Verweigerung des Kriegsdienstes in den Mittelpunkt als ein Eintreten für einen gewaltfreien Weg zum Frieden“, unterstreicht der EAK-Bundesvorsitzende Dr. Christoph Münchow.

Zentrum Frieden

Die EAK gehört zu den 38 Friedensorganisationen und Institutionen, die sich am „Zentrum Frieden“ in der Friedenskirchengemeinde in Stuttgart beteiligen, das unter dem Motto „Krieg überwinden – gewaltfrei leben“ steht und bei dem zahlreiche Beispiele entschlossener Gewaltfreiheit und beharrlicher Verständigungs-, Versöhnungs- und Präventionsarbeit präsentiert werden. Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft beschäftigen sich dabei in mehr als 50 Veranstaltungen mit den Themen Gewaltfreiheit, Zivile Konfliktbearbeitung und der Bekämpfung ungerechter Strukturen.

Veranstaltungen der EAK

Am Donnerstag, 4. Juni, gibt es um 15 Uhr im Gemeinderaum 5 der Friedenskirchengemeinde einen Vortrag von Jasmin Schwarz, der Referentin für Kriegsdienstverweigerung der EAK, zum Thema „Ich kann nicht mehr – Kriegsdienstverweigerung von Soldaten bei der Bundeswehr“. Ebenfalls um 15 Uhr informiert im Gemeinderaum 4 der Friedenskirchengemeinde Rudi Friedrich vom Verein Connection, der sich auf internationaler Ebene für ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung engagiert, über die Situation in Südkorea „Kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung – Kriegsdienstverweigerer berichten“. Rudi Friedrich wird über die Situation in Südkorea auch am Freitag, 5. Juni, um 11 Uhr im Themenzelt 5 auf dem Markt der Möglichkeiten berichten. Mit dabei wird mit Seungho Park auch ein Vertreter der südkoreanischen Gruppe World Without War sein.

Pfarrer Joachim Schilling vom Pfarramt für Friedensarbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wird am Freitagabend von 19 bis 20.30 Uhr zusammen mit der EAK Bonn ein Feierabendmahl in der Friedenskirche feiern. Das Motto lautet „Den Frieden feiern“.

Markt der Möglichkeiten

Beim Markt der Möglichkeiten ist die EAK zudem in der Zelthalle 8, Standnummer D16 im Themenbereich „Frieden, Nachhaltigkeit, Wirtschaft“ auf dem gemeinsamen Stand der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD (KfF) gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Konferenz evangelischer Freiwilligendienste (KeF) vertreten.

Hinweis für die Medien: Die EAK lädt herzlich zur Berichterstattung über die Veranstaltungen der EAK auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag ein. Als Gesprächs- und Interviewpartner wie auch für Hintergründe stehen sowohl in Stuttgart wie auch im Vorfeld gerne zur Verfügung: EAK-Bundesvorsitzender Dr. Christoph Münchow, EAK-Bundesgeschäftsführer Wolfgang Burggraf und die EAK-Referentin für Kriegsdienstverweigerung, Jasmin Schwarz. Bitte einfach für eine Terminabsprache melden: 0171 4161087 (Dieter Junker)