17.08.2015

Bund und Land wollen Prävention gegen Radikalisierung ausbauen

epd

Duisburg (epd). Im Kampf gegen religiösen Extremismus wollen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die gemeinsame Präventionsarbeit ausbauen. "Alle müssen an einem Strang ziehen, um diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu meistern", sagte Bundesjugendministerin Manuela Schwesig (SPD) am Montag in Duisburg. Gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) besuchte sie dort das Modellprojekt "Extremismus - nicht mit uns".

Um die Zusammenarbeit in der Prävention eng abzustimmen, sollen das Bundesprogramm "Demokratie leben" und die Landesprogramme "Wegweiser" und "Ausstiegsprogramm Islamismus" miteinander vernetzt werden. "Aufgeklärte und informierte Menschen sind der beste Schutz vor Extremismus. Wir müssen die Jugendlichen immun machen gegen die Einflüsterungen extremistischer Fanatiker", sagte Innenminister Jäger. 

Gemeinsames Ziel sei es, "zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Vielfalt" bei jungen Menschen zu unterstützen, sagte Schwesig. Mit umfassenden Angeboten wie Bildungs-, Aufklärungs-, Beratungs- und Aussteigerprojekten für Jugendliche solle deren Radikalisierung vorgebeugt werden.