09.08.2017

Sprecher des Ökumenischen Netzes in Nord- und Osthessen Michael Held ist tot

epd

Frankfurt a.M./Bad Hersfeld (epd). Der Mitbegründer und Sprecher des Ökumenischen Netzes in Nord- und Osthessen, Michael Held, ist tot. Er starb am Montag Abend unerwartet im Alter von 76 Jahren durch einen Sturz in seinem Büro, wie die Evangelische Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. 

Held lebte bereits kurz nach seinem Studium der Politik in Frankfurt am Main und war am Ausbau der Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienste in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) beteiligt. Er gehörte zu den Gründern der Grünen in Hessen und war bis zuletzt Organisator der Mahnwachen am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und zum Gedenken an das Atomunglück in Fukushima.

Auch bundesweit war er in der kirchlichen Friedensbewegung aktiv. Für das Ökumenische Netz in Deutschland gehörte er der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD an. Das Ökumenische Netz ist eine Verbindung von lokalen, regionalen und bundesweiten Initiativen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter setzen sich nach eigenen Angaben im Dialog mit anderen Religionen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein. 

"Sein unermüdliches und hartnäckiges Engagement für eine friedliche Welt hat viele Menschen ermutigt und bestärkt", würdigt der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms den Diplom-Politologen und Friedensaktivisten. "Sein so früher Tod wird eine große Lücke hinterlassen", fügt Brahms hinzu.