28.12.2016

Abe gedenkt in Pearl Harbor der Opfer des Luftangriffs

epd

Washington (epd). Gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama hat der japanische Premierminister Shinzo Abe in Pearl Harbor der Opfer des japanischen Luftangriffs vor 75 Jahren gedacht. Sein "aufrichtiges und immerwährendes Beileid" gelte "den Seelen derer, die dort ihr Leben verloren haben", sagte Abe am Dienstag (Ortszeit) auf der zu Hawaii gehörenden Pazifikinsel Oahu.

Abes Besuch gilt als bedeutender Schritt bei der japanisch-amerikanischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Mai hatte Barack Obama als erster amtierender US-Präsident in Hiroshima die Gedenkstätte für den Opfer des Atombombenangriff auf die japanische Stadt am 6. August 1945 besucht. Die von manchen Friedensgruppen geforderte Entschuldigung blieb jedoch aus. Bereits vor Abes Besuch auf Hawaii hatten auch japanische Regierungsvertreter laut Medienberichten klargemacht, dass sich der Premierminister nicht entschuldigen werde.

Am 7. Dezember 1941 hatten mehr als 300 japanische Kampfflieger in Pearl Harbor vor Anker liegende US-Kriegsschiffe angegriffen. Rund 20 wurden zerstört. 2.335 US-Soldaten und Matrosen sowie 68 Zivilisten kamen bei dem Überraschungsangriff ums Leben. Am Tag nach dem Angriff erklärte der US-Kongress Japan den Krieg.

Barack Obama pries den Heldenmut der amerikanischen Verteidiger. Die Opfer von Pearl Harbor und der Schrecken des Krieges "erinnern uns, den göttlichen Funken zu suchen, der sich jedem Menschen befindet".